Nicht cave canem (Hüte dich vor dem Hunde) sondern CaneAmi oder wie wir uns die optimale Hundeschule vorstellen, in der wir sein wollen.
Allein hervorgerufen durch die äußerst irreführende Bezeichnung „Hundeschule“ statt „Hundehalterschule“ klafft zwischen Realität und Wunschvorstellung natürlicherweise eine große Lücke.
„Dummen Hund“ abgeben und wohlerzogenen „klugen Hund“ abholen möglicherweise im Internats-Prinzip - das geht eben nicht. Oder vielleicht doch?? Auf jeden Fall nicht mit brachialer Gewalt, sondern eher nach Art der „Hundeflüsterer.“

Selbstverständlich stellen die immer wieder unterschiedlichsten, wenn nicht sogar skurrilsten Vorstellungen und Wünsche der Tierhalter, jeden noch so erfahrenen Übungsleiter vor schier unlösbare Aufgaben.
Jedoch gilt es, einen für drei Seiten akzeptablen Kompromiss zu finden. Einen Mittelweg zwischen dem persönlich zumutbaren Einsatz des Tierhalters, und dem seiner eventuellen Mitschüler, und dem Gefahrenpotential, sowie den körperlichen Möglichkeiten und Gegebenheiten die der Vierbeiner so mit sich bringt, sowie den Erfahrungen und Fähigkeiten der Trainingsperson.
Es gilt also nicht den kleinsten, sondern den größten gemeinsamen Nenner zu finden.
Als ein schier unerschöpfliches Verbesserungspotential, lässt sich der Schatz bezeichnen, der zweifelsfrei in unseren Beiden schlummert.
Ob wir aber willens, und vor allen Dingen fähig sind, diesen Schatz zu finden und in vollem Umfang zu bergen, dieser Frage können wir uns derzeit noch nicht so richtig stellen.
Leben ist die Aneinanderreihung vieler Konzessionen, deren zeitliche Abfolge zwangsläufig zur Genügsamkeit führt. Deshalb bescheiden wir uns mit dem kleinen Einmaleins.
Sollte es gelingen die Grundbegriffe der Hundeerziehung wirkungsvoll einsetzen zu können, also KOMM - SITZ - PLATZ - BLEIB - AUS und PFUI, so haben wir uns nach unserer Auffassung, schon sehr stark unserem Ziel genähert. Wenn dann noch Schmankerln wie Still sein, wie ruhig im Restaurant sitzen, wie kommentarlos vorbei gehen an anderen Hunden oder Katzen, hinzu käme, wir glauben, mehr dürften wir nicht verlangen.
Manchmal ist es schon schwer, wenn nach entsprechender Geduldsprobe, die Ader des vermeintlich gerechten Zornes schwillt, Sprüche wie: „wer seine Kinder liebt der züchtigt sie“ zu unterdrücken, aber Sekunden später, wenn man in eigentlich unschuldige Augen schaut, ist das alles Schnee von gestern. Insbesondere dann, wenn man sich vor Augen hält, mit welcher Tapferkeit unsere Hunde ihren sicherlich stark angeschlagenen Gesundheitszustand unter Schmerz und Pein ohne Murren und Klagen ertragen.

In diesem Zusammenhang konstatieren wir mit größter Zuversicht folgendes:
„Wie sollte also die Institution sein die dazu beitragen kann die Quadratur des Kreises zu finden ?“
Zunächst gilt als absolute Grundvorrausetzung eine auf Sympathie und Vertrauen beruhende Konstellation aller Beteiligten und damit meinen wir nicht nur die Tierfreunde, sondern auch unsere Tiere.
Gefolgt von einer von Kompetenz geprägten Verbindlichkeit der Übungsleitung, die mit respektvollem Umgang auch in schwierigsten Situationen und zu ungewöhnlichen Zeiten mit Rat und Tat beiseite steht, und die Stärken und Schwächen in offener ehrlicher und partnerschaftlicher Art behandelt.
Kurzum, eine Übungsleitung die für uns da ist, wenn es nötig ist.
Fast könnte man meinen, dass selbst der Erzengel Gabriel so seine Schwierigkeiten hätte, das unter seine Fittiche zu bringen.
Wir kennen jedoch das praktische, quasi personifizierte Beispiel.
5. Mai 2004 Fam. Hassler
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